Die politische Geschäftsführung - Mittlerin zwischen den Welten
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Liebe Freundinnen und Freunde,
hiermit bewerbe ich mich um das Amt der politischen Geschäftsführerein
Power statt Trauer
Egal ob Bündnis 90/DIE GRÜNEN gerade in der demoskopischen Delle
(Südwestpresse) oder in einer Existenzkrise (Jürgen Trittin)
hängt: Wenn wir unsere WählerInnen zurückgewinnen, unsere Parteimitglieder
behalten wollen, dann müssen wir loslegen. Jetzt! Wir müssen unsere
Stärken ausbauen - die Schwächen benennen und in Power verwandeln.
Wir müssen politisch stark und organisatorisch fit sein.
Eine starke Basis in Ost und West
Personell - strategisch - inhaltlich, eigentlich hätte unsere Partei fast
alles, was sie braucht. Auch wenn es zur Zeit an Knete mangelt. Eine starke
Bundestagsfraktion - in vielen Bundesländern fitte Landtagsfraktionen und
auf Kreis- und Ortsebene x-tausend MitstreiterInnen, die direkt vor den Augen
der WählerInnen ganz konkrete Politik machen und auch für die Politik
von oben einstehen, die in ihrem eigenen sozialen Umfeld GRÜNE
repräsentieren.
Ausbau dieser örtlichen Kompetenz durch gezielte politische und organisatorische Unterstützung muss gerade jetzt das Gebot der Stunde sein. Ich möchte bewußt an die Arbeit von Heide Rühle anknüpfen, die mit Recht gerade hier einen Schwerpunkt gesetzt hatte, um damit insgesamt die grünen Attraktivität zu steigern. Darauf müssen wir aufbauen, Bewährtes übernehmen aber auch den Mut aufbringen zum Unkonventionellen, zum Neuen. Es bedarf immer dort der besonderen Unterstützung, wo politische Arbeit ehrenamtlich geleistet wird, denn ohne diese ehrenamtliche Arbeit vor Ort und in den Landes- und Bundesarbeitsgemeinschaften stände die Existenz von Bündnis 90/DIE GRÜNEN tatsächlich auf dem Spiel.
Ein vorrangiges Ziel muß es sein, unsere Ostlandesverbände zu stärken.
Es rächt sich jetzt, dass die in den Anfängen des Zusammenwachsens
von Bündnis 90 und Grünen gewährte Unterstützung der ostdeutschen
Kreisverbände - insbesondere durch Finanzierungshilfen für kommunalpolitische
Stellen - immer mehr zum Erliegen gekommen ist. Selbstkritisch müssen wir
uns trotz angespannter Finanzlage fragen, ob uns hier ein finanzieller und organisatorischer
Kraftakt mit dem Ziel einer gesamtdeutschen Grünen Partei notwendig erscheint.
Ich meine uneingeschränkt ja und will als politische Geschäftsführerin
in diese Richtung aktiv werden.
Grüne Jugend - Alte Grüne
Wir dürfen unsere Schwächen keineswegs darauf reduzieren, dass uns
die JungwählerInnen langweilig finden. Nur im gemeinsamen Handeln zwischen
den Generationen können wir weiter auf dem aufbauen, wofür Bündnis
90/DIE GRÜNEN
seit 20 Jahren stehen. Mit dem Mut zur Wirklichkeit für den Erhalt unserer
natürlichen Lebensgrundlagen und für Solidarität im Umgang miteinander.
Wir kommen nicht wirklich vorwärts, wenn wir den Bart des 68er gegen das
Handy der 78er austauschen. Die einen wie die anderen sind wichtig für
unsere Partei. Auch deswegen stehe ich dem verbalen grünen Jugendwahn,
der jetzt von einigen Seiten als Allheilmittel gepriesen wird, reserviert gegenüber.
Stattdessen halte ich die Unterstützung der von der Grünen Jugend
initiierten zahlreichen Aktivitäten sowie eine weitere Fortführung
des Mentoringprojektes für junge Frauen für erforderlich.
Wer macht was
Rollenbewußtsein ist wichtig - auch um überflüssige und nervige Reibungsverluste zu vermeiden - zu klären, welche Ebene und auch welches Amt in welcher Rolle agiert.
Mit dem Versprechen ein Grundsatzprogramm zu erarbeiten ist in der Tat ein guter
Schritt nach vorn gewagt worden. Nur:
mensch muß auch merken, dass es voran geht. Wir haben so viel Sachverstand
innerhalb der Partei - soviele gute Kontakte
nach außen. Sie alle gilt es einzubeziehen - jetzt gleich!
Grün@Grün
Gerade am Beispiel der Organisation der Entwicklung des Grundsatzprogrammes kann aufgezeigt werden, wie der Diskussionsprozess anders organisiert werden kann, wenn mensch bereit ist, diesen Schritt mit Hilfe der Neuen Medien zu wagen. Sowohl das Wissen über Stand der Diskussion, wie auch die Mitarbeit von Fachmenschen ist nicht mehr abhängig vom Verhandeln über einen gemeinsamen Termin und dem Absitzen langer Bahnfahrten. Die Einrichtung eines grünen IntraNets, Durchführung von IntraNet- oder Internetkonferenzen, kurz: die Organisation einer Diskussions- und Arbeitskultur über dieses vielfältige Medium sind die Aufgaben, die es anzufassen gilt. Wir sind auf dem Weg - aber das Ziel haben wir noch lange nicht erreicht.
Offene Teilhabe an Grüner Politik für alle
Auch hier ist hohes Organisationsgeschick und kluger politischer Umgang notwendig. Täglich aktualisierte Internet- Seiten, auf der sich jedeR im Rahmen seines Bedürfnisses und der zu erstellenden Zugangsrechte (z.B. grün-interne Seiten) informieren kann sowie die sparsame Nutzung von eigenen Print-Medien, um auch die Nicht-Vernetzten anzubinden, ermöglichen eine offenen Teilhabe an grüner Politik für alle Interessierten.
Nach der Wahl ist vor der Wahl
Die Wahlergebnisse der letzten Zeit haben die Partei in ihren Grundfesten erschüttert.
Augen zu und durch das ist keine Lösung. Mit einem trotzigen Weiter
so erreichen wir unsere WählerInnen nicht. Aber es gibt auch keine
Sofortlösung,
serviert auf dem Silbertablett. Nur klare Analysen, Abfragen von Erwartungshaltungen,
den Blick auf die StammwählerInnen gerichtet. Denn sie sind es, die Bündnis
90/DIE GRÜNEN immer über die 5 %-Hürde geholfen haben. Die WechselwählerInnen
dagegen sind scheue Rehe, schnell durch eine unbedachte Äußerung
verscheucht.
Für alle diese Aufgaben und noch viel mehr braucht es Power, Organisationstalent und Lust dazu es anzupacken. Ich bin dazu bereit - Ihr braucht mich nur zu wählen, damit ich es Euch beweisen kann.
Persönliches - Berufliches
46 Jahre, 1 Tochter - 17 Jahre jung
Studium der Pädagogik, Uni Göttingen
Ausbildung als Mediatorin, Uni Hannover und Brückenschlag e.V., Lüneburg
11 Jahre selbständig als Taxi- und Reisebusunternehmerin;
und nach 2 Mio. gern gefahrenen Kilometern in ganz Europa fast nur noch Rad-
und Bahnfahrerin (kein Problem mitten in Hannover)
Politisiert in den 70er Jahren in der Frauenbewegung
Eintritt in DIE GRÜNEN 1982 - mit allem was so dazu gehört - Ratsarbeit, Vorstandsarbeit, Kandidaturen als Landtagskandidatin, Bürgermeisterin...
Seit 1992 Geschäftsführerin im Verein für Grüne und Alternative
Kommunalpolitik in Niedersachsen e.V. (GAK)
Mitglied der Fachkommission Kommunalpolitik, der Entwicklungsgruppe Politikmanagement vor Ort der Heinrich-Böll-Stiftung, im SprecherInnenrat BasisGrün, stellvertretende Beisitzerin im Bundesschiedsgericht.
Und wenn gar nichts mehr geht und auch mal zwischendurch
tauche ich im TCH - Tauchsport-Club-Hannover ab.
Felicitas Weck
Große Pfahlstr. 16
30161 Hannover
Tel: 0172/4838024
e-mail: Fee.Weck@welt-weit.com